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TAR 2018 - Etappe 5

Foto by Marco Felgenhauer / XC-run
Foto by Marco Felgenhauer / XC-run

Auf den Spuren des Ötztaler Radmarathons ging es heute ab nach Bella Italia! Um 7 Uhr fiel der Startschuss für die 5. Etappe des Trans Alpine Run. Vor dem Start fühlte ich miserabel… also miserabel ist eigentlich gar kein Ausdruck , sollte ich doch in 1,5h ca. 40km mit 2500Hm bewältigen. Die Prozedur beim TAR ist irgendwann immer die gleiche… Aufstehen, kurz Duschen, die letzten Sachen packen, sich zum Frühstück zwingen und dann…  Schalter umlegen und sich selbst gut zureden, dass alles möglich ist, wenn man nur will! KAMPFMODUS an und alle Wehwechen, alles Zwicken, all die Müdigkeit einfach ignorieren. Schaut man in die Gesichter am Start, werden diese Tag täglich müder… die Strapazen der gelaufenen Etappen lassen niemand kalt, geschweige denn wirklich fit aussehen. Um 7 Uhr ging es also los. Wie immer sind die ersten Meter die schlimmsten. Da muckt der Körper noch ein letztes Mal auf, bevor man ihm final befielt für die kommenden 4 -5h einfach zu funktionieren. Ein Kilometer flach, dann ab in den ersten steileren Anstieg. Wir hielten uns zurück, ließen die anderen Teams das Tempo machen, wohlwissend, dass wir auf dieser Etappe unsere Stärken an den folgenden zwei Anstiegen ausspielen konnten. Geplant, gemacht! Im Anstieg zum Timmelsjoch, dem legendären letzten Pass beim Ötztaler Radmarathon, fanden wir super unseren Rhythmus. Meine Beine fühlten sich prächtig an. Der Schritt passte, das Terrain auf den schmalen, aber nicht zu steilen Trails machte unfassbar viel Spaß. Als erstes Team konnten wir die Passhöhe erreichen. Es lief. Der etwas technischere Downhill verpasste der Muskulatur die bekannten Schläge. Mit jedem Tag ein weniger schönes Gefühl, aber es hilft ja nix. Dennoch konnten das Verfolgerteam im Downhill aufschließen sodass es gemeinsam in den zweiten Anstieg ging. Zunächst auf einer Asphaltstraße, dann auf schmalen Trails wurden die letzten 600Hm des Tages in Angriff genommen und wieder erfreute ich mich der guten Beine, wieder konnten wir der Konkurrenz enteilen und bis zum finalen Downhill 3min rauslaufen. Der Abstieg nach St. Leonhard tat dann weh. Ein blauer Zeh auf der einen Seite, ein zwickender Hüftbeuger auf der anderen Seite… Tag 5 ist und bleibt eben Tag 5 und 4 verdammt lange und harte 4 Tage stecken bereits im Körper. Trotzdem konnten wir unsere Führung bis ins Ziel verteidigen und den dritten Etappensieg beim diesjährigen TAR erlaufen. Ein tolles Gefühl und besonders die Super Beine in den Bergauf- Passagen machen Lust auf die letzten zwei Tage! Wir werden weiter angreifen, das steht fest! Stay tuned!