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TAR 2018 - Etappe 1

Foto by Marco Felgenhauer
Foto by Marco Felgenhauer

Am ersten Tag gilt es Energie zu sparen, sich einzurollen, den Rhythmus zu finden und mit möglichst lockerer Muskulatur ins Ziel zu kommen! Ja, so heißt es… Das hat auch ganz gut geklappt… bis km 30! Und dann, BOOOM… rien ne va plus! Da erwischt mich der Mann mit dem Monster-Hammer. Mein Teampartner Sebastian wird später im Interview sagen, dass man solche Momente im Rennen einmal in 20 Jahren erlebt. Wenn dem so ist, dann war es in 15 Jahren bei mir das erste Mal…zumindest in dieser Form. Und ich hoffe er wird recht behalten.

 

Doch der Reihe nach: 9Uhr, Garmisch-Partenkirchen, Startschuss zum legendären Trans Alpine Run 2018! Der Tross setzt sich in Bewegung…In den Gesichtern zeigt sich Vorfreude, Anspannung, Nervosität! Ich habe Gänsehaut, wie schon bei meinem ersten Start vor drei Jahren. Es ist so ein verdammt besonderer Augenblick der automatisch jedem ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Die ersten Meter sind flach auf Asphalt. 3:45 zeigt die Pace auf unserer Uhr. Wir finden super rein, können uns am ersten Abstieg sofort absetzen, führen das Rennen an. Alles läuft nach Plan. Alle 40min ein Gel, so wie ich das schon seit Jahren mache, dazu Wasser und gegen Ende ein bisschen Cola! An der zweiten VP haben wir 4min Vorsprung vor den Verfolgern. 15km vor dem Ziel geht es in den einzigen langen Anstieg an diesem Tag. Die Beine sind ein bisschen müde – dürfen sie aber auch nach knapp 30 gelaufenen Höhenmetern und über 1500Hm. Zu oft habe ich diesen Moment mit diesem Gefühl schon erlebt. Doch dann der rennentscheidende Moment. Von jetzt auf gleich geht nichts mehr… Meine Gels sind aufgebraucht, die Cola getrunken. Der Schritt wird schwer, die Spannung lässt nach, die Koordination scheint zu kollabieren. In diesem Moment geht mir alles durch den Kopf und der Gedanke an die noch 13 zu laufenden KM sind schier unerträglich. Team um Team überholt uns. Ich könnte heulen. Wie war das noch am ersten Tag? Du kannst dieses Rennen definitiv nicht gewinnen, aber du kannst es verlieren. Die 10km Downhill ins Ziel sind technisch, steil und mein Kreislauf möchte mich auch nicht mehr so ganz unterstützen. Irgendwie schaffen wir es nach 44km und 2400Hm ins Ziel…15min hinter den führenden Teams! Interview, Fotos und dann essen, essen, essen und noch mehr essen! Morgen ist ein neuer Tag! Stay tuned!