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TRANS ALPINE RUN 2015 - Tag 6

Die Etappe nach einem Regenerationstag soll  ja häufig besonders schwer sein. Zumindest hat man das schon des öfteren von Radsportlern auf ihren großen Rundfahrten gehört. Es scheint was dran zu sein... Von Anfang an war dieser Tag mehr Qual als Genuss... Die Beine schwer, der Kopf langsam müde, dazu eine Etappe bei der man sich größtenteils in recht dünner Luft über 2000HM bewegt hat. Aller Anfang ist hart, das durften wir bereits von Etappe zu Etappe eindrücklicher erfahren. Die Muskeln, der müde Kreislauf, der Kopf... alles scheint mit zunehmendem Rennverlauf immer länger zu brauchen, um den altbewährten Rhythmus zu finden und richtig auf Hochtouren zu kommen. Heute brauchten unsere Körper besonders lange.

Der ganze erste lange Anstieg war, naja, eben nicht so spaßig. Mit der ersten Verpflegungsstation änderte sich das ein wenig... langsam schienen wir unser Tempo gefunden zu haben. Aber uns war beiden schon früh zu Beginn der Etappe bewusst, dass es heute ein ganz hartes Ding werden würde. Auf den ersten langen Anstieg folgte ein "Downhill"-Part, auf dem wir uns auf unsere Stammposition, Rang 3, vorarbeiten konnten. Der folgende Anstieg wurde zur Tortur: zum ersten Mal auf den bis dato gelaufenen 6 Etappen mussten wir wirklich kämpfen... Und wirklich meint wirklich! Unsere direkten Verfolger, ein Team aus der Master-Wertung und bis dato rund 7min im Gesamtklassement hinter uns, nahm uns im Anstieg vier Minuten ab. Unglaublich was man an Zeit in den Bergen auf einem solchen Anstieg ganz schnell verlieren kann! Der Kopf und der Wille war es heute, der uns trotzdem nach oben beförderte, wenn auch nicht ganz so schnell wie erhofft und gewollt. Nach dem höchsten Punkt folgte ein 10km langer, extrem steiler Weg ins Tal zum heutigen Ziel in Scuol. Alles, was nun zählte, war Schadensbegrenzung...also Vollgas und rennen, was die Beine bergab hergaben. Verloren haben wir an Zeit wohl nichts mehr und so stand am Ende ein 3. Platz in der Männer-Kategorie zu Buche. Im Gesamtklassement haben wir allerdings ein wenig bluten müssen. 3,5min beträgt unser Vorsprung noch auf Rang 4. Die nächsten zwei Etappen werden die Entscheidung bringen müssen und die Beine werden nicht fitter. "Einen schwarzen Tag hat jeder mal", heißt es aus renommierten TAR-Kreisen und wenn dieser unserer werden und bleiben sollte, so haben wir trotzdem noch das Beste draus gemacht und einen ganz großen Einbruch mit viel Wille und Herz vermieden! "Think positive and go on!!!"... Es wird spannend :)  

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Kommentare: 6
  • #1

    Andreas (Donnerstag, 03 September 2015 21:43)

    super, super, super, was Ihr da macht ist ganz große Klasse, egal was am samstag dabei herauskommt. Trotzdem, ich wünsche ihn Euch, den dritten Platz und fiebere jeden Tag mit. Am Samstag werde ich wieder dabei sein, worauf ich mich besonders freue. Nochmal super

  • #2

    Petra (Donnerstag, 03 September 2015 22:09)

    Tag 6 ist geschafft! Bravo Lukas & Partner.
    Und auf dem Treppchen standet ihr auch wieder - Respekt an eure Leistung. Kopf frei kriegen, Beine lockern und morgen ruft wieder der Berg. Ihr schafft das Jungs. Go hard or go home ;) :p

  • #3

    Viola (Freitag, 04 September 2015 05:28)

    Respekt Trainer und Partner! Super Leistung was ihr da in die Berge bringt! Wir hier fiebern mit und sind so stolz. Wie man sich trotz müder Beine und Kopf so motiviert musst du mir noch beibringen

  • #4

    Jürgen (Freitag, 04 September 2015 07:08)

    Der mental schwerste Tag ist geschafft - und ihr seid noch dabei! Grandios und allergrösste Hochachtung. Übrigens seid ihr gerade in dem Skigebiet, wo ich normalerweise mit der Schule rumkurve - im Sommer sicher ein anderes eindrückliches Naturerlebnis! Viel Erfolg noch bei den "nur noch 2"! Ihr packt das!!!

  • #5

    Lucia (Freitag, 04 September 2015 08:14)

    Hallo Lukas, ich bewundere euch von Tag zu Tag mehr. Hinfallen- Aufstehen- Krone richten- Weitermachen ! Für mich seit ihr jetzt schon die Könige!!!!! In Gedanken dabei!!!

  • #6

    Monika (Freitag, 04 September 2015 17:30)

    Geht nicht? Geht nicht! Ihr seid unsere Alpenlaufhelden.
    Mein linker Daumen schmerzt schon länger, im Moment kann es nicht besser werden - das Daumendrücken muss sein - das ist nichts gegen Eure Beinschmerzen.