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Oh happy day! 

Ja, so fühl ich mich nach einem solchen Tag wie gestern! Einfach nur HAPPY :) ! Und mit einem Mal ist alles vorbei! Die Schinderei im Training, die Nervosität und die ganzen Gedanken über potentielle Gegner, das Wetter, die Strecke, das Essen, die körperliche Verfassung usw....

Gestern war Freiburg Marathon! Mein erstes großes Highlight dieser noch jungen Saison und gleichzeitig mein ganz persönlich emotionalstes und schönstes Rennen. Ein Lauf durch meine Heimatstadt, auf den Straßen, auf denen ich täglich mit dem Fahrrad unterwegs bin, auf denen ich groß geworden bin, durch eine Stadt, in der ich nahezu jeden Winkel, jede Gasse, jeden Stein kenne. Der Tag des Freiburg Marathons war schon immer ein ganz besonderer für mich: Früher als Zuschauer, der die Größen der Laufszene voller Ehrfurcht und mit leuchtenden Augen ins Ziel gejubelt hat und jetzt als Läufer. Die Stadt lädt ein zum großen Lauffest und alle sind auf den Beinen.

Letztes Jahr hatte ich die Ehre, diesen Lauf gewinnen zu dürfen. Ein ganz großer Traum ging in Erfüllung! Ein Traum, den ich so nicht erwartet hätte, den ich aber unbedingt noch einmal erleben wollte. Die Entscheidung wieder beim Freiburg Marathon zu starten, fällte ich im Januar. Ab diesem Zeitpunkt begann das umfangreiche Trainingsprogramm. Marathon zu laufen und dafür zu trainieren ist jedes Mal aufs Neue wie ein Reise ins Ungewisse. Eine Reise, auf der man viel über sich selbst lernt, auf der man seinen Körper so gut kennen lernt, wie in wenig anderen Lebenssituation. Das große Ziel am Ende dieser Reise ist der Zieleinlauf nach 42,195km. Bis dorthin durchlebt man unzählige Hochs und Tiefs: Auf Situationen vollkommener Ernüchterung folgen Situationen mit einem absoluten Hochgefühl. Es ist eine Herausforderung, die, wenn man sich ihr annimmt, unglaublich viel zurück gibt und großen Spaß bereitet. Und Spaß hatte ich bei meiner Vorbereitung!

Nach einem zehntägigen Trainingslager in Portugal reiste ich voller Vorfreude 7 Tage vor dem Lauf nach Freiburg zurück. Es folgte die letzte Woche! Jeder, der schon einmal Marathon gelaufen ist, weiß, dass in dieser Woche nichts mehr ansteht außer Beine hochlegen und Kräfte sammeln für den großen Tag. Beine hochlegen kann aber nach Wochen der Dauerbelastung extrem strapazierend und mental die vielleicht größte Herausforderung sein. Trotz dem Wissen einer guten Form kroch die Nervosität merklich in mir hoch. Von Tag zu Tag wurde es schlimmer. In dieser Woche sehnt man den Tag des Rennens herbei: Endlich loslegen, endlich Wettkampfschuhe anziehen und zeigen, was man drauf hat. Die Wetteraussichten entwickelten sich zunehmend zu einem Graus! Wind, starker Wind, Sturmböen...dazu Regen. Egal, die Bedingungen waren für alle gleich. 

Als der Startschuss endlich fiel war ich einfach nur froh... endlich laufen! Endlich ging es auf die finale Etappe meiner langen Reise "Freiburg Marathon 2015". Dass sich dann von Anfang an alles absolut perfekt angefühlt hat, die Beine locker waren und die Zwischenzeiten stimmten, lässt sich als idealer Rennverlauf zusammenfassen. Ich fühlte mich stark, physisch als auch psychisch und ich hatte das Gefühl, dass mich weder Wind noch Regen noch sonst irgendetwas aus der Ruhe würde bringen können. Ich lief von Anfang an mein Rennen und mein Tempo, egal ob noch jemand bei mir war auf der ersten Runde oder nicht. Die HM Zwischenzeit lag bei 1:14:28, etwas langsamer als bei meinem Lauf im Herbst in Frankfurt. Auf der zweiten Hälfte versuchte ich das Tempo gefühlt ein wenig zu forcieren. Einzig der Wind bereitete mir ab KM 33 etwas Sorgen. Ich merkte wie die Oberschenkelmuskulatur kalt wurde und bei jedem Schritt die Schwelle zu einem Krampf geringer zu werden schien. Der Oberschenkel hielt...die letzte Brücke und dann lag sie vor mir: die Zielgerade und damit das Finish dieser Reise! JUBEL, ERLEICHTERUNG, STOLZ! 2:28:38. Ich hatte meinen Vorjahressieg verteidigt und bin zum ersten Mal einen negativen Split bei einem Marathon gelaufen. Dazu noch Bestzeit bei solchen Bedingungen. Das hatte ich mir NIEMALS erträumen lassen, einfach nur WOW!!!

Am Abend liegt man dann im Bett und versucht das alles zu realisieren, versucht zu verstehen was da gerade passiert ist. Es gelingt nicht, aber man verspürt ein Gefühl tiefster Glückseligkeit und Zufriedenheit, ein Gefühl dass nicht in Worte gefasst werden kann und muss, ein Gefühl das mit gutem Gewissen irgendwie sprachlos macht... ;) 

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Kommentare: 5
  • #1

    Sherlyn Crandall (Donnerstag, 02 Februar 2017 02:17)


    What a material of un-ambiguity and preserveness of precious knowledge concerning unexpected emotions.

  • #2

    Wonda Iversen (Donnerstag, 02 Februar 2017 14:33)


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  • #3

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  • #4

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