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Es läuft!

Foto: © Karl-Hermann Murst
Foto: © Karl-Hermann Murst

Winterzeit ist Trainingszeit! So ist das nunmal... Wer im Winter fleißig ist, der darf im Sommer glücklich von einem Lauf zum nächsten seine hart erarbeitet Form auskosten. Aber der Winter schenkt einem nix! Das Training ist häufig eine Quälerei, die vielen Stunden in der Dunkelheit bei Minusgraden, die vielen langen Läufe... Es tut eben weh! Da hilft es den ein oder anderen Wettkampf zu laufen um zu sehen, dass die Quälerei auch ihren Zweck erfüllt. Der Frankfurt Marathon liegt nun schon eine gefühlte Ewigkeit zurück, aber nach einer zweiwöchigen Pause bin ich, immer noch euphorisiert von diesem Erlebnis, ins Wintertraining gestartet. Es lief von Anfang an wieder super. Die erste kleine Formbestimmung dann in Badenweiler: Nikolauslauf! Ohne Erwartungen wollte ich zwar meinen Vorjahressieg gerne wiederholen, hätte aber gedacht, dass ich deutlich langsamer sein werde. Im Ziel: wieder Streckenrekord! So viel Form hatte ich anscheinenden in meiner Saisonpause nicht verloren.

Es folgte der Britzinger Silvesterlauf, eines der absoluten Highlights in der südbadischen Laufszene. Rund 1000 Läuferinnen und Läufer vollenden das Jahr mit einem einzigartigen Lauferlebnis durch die Weinberge des schönen Markgräflerlands! Der Lauf ist herausfordernd und bringt einen Jahr für Jahr aufs Neue an seine physischen und psychischen Belastungsgrenzen.... die ersten 5km geht es tendenziell bergab. Ein unglaublich hohes Anfangstempo ist meist das Resultat. Mit dem Erreichen der 5km Marke und dem schweifenden Blick auf die vor einem liegenden Strecke muss man feststellen, dass das Rennen wohl jetzt erst richtig seinen Anfang nimmt. Das zehrt... vor allem auch mental! Aber ich konnte es nach meinem Sieg 2013 auch diesmal wieder durchziehen: Kilometer 8, den Rebberg hoch biss ich auf die Zähne und holte so ziemlich alles aus mir heraus. Die Belohnung für diese Qual war der zweite Sieg in Folge... WOW! Das hätte ich mir als Jugendlicher, als ich das erste Mal diesen Lauf in Angriff genommen habe, nie träumen lassen. Und dreimal in Folge konnte der Lauf bis jetzt noch nicht gewonnen werden... 

6 Tage später stand ich wieder an der Startlinie. Diesmal war es eine Prämiere und ich war gespannt, was sie  für mich bereit halten würde. Der Dreikönigslauf in Malterdingen hat ebenfalls eine lange Tradition! Ein Blick auf die Siegerlisten und die Streckenrekorde zeigt die Klasse, mit der dieser Lauf bereits gewonnen wurde. Es sind 3 Runden zu bewältigen... 3 profilierte, naja eher bergige Runden! Dabei tut der steile Asphaltabschnitt runter vom höchsten Punkt der Strecke mindestens genauso weh, wie der lang gezogene Anstieg. Von Anfang an drückte ich aufs Tempo und lief vorne allein mein Tempo. Die dritte Runde tat weh, aber meine vielen Dauerläufe im bergigen Terrain machten sich bezahlt. Die Kraft war da und der dritte Sieg in Folge zeigte mir, dass der Formaufbau nach Plan verlief.

Rund zwei Wochen später wollte ich meine Siegesserie bei einem ersten schnellen 10er fortsetzten. Der Allmendlauf in Teningen gilt in der Laufszene als DIE erste Standortbestimmung im neuen Jahr. Ein flacher Lauf der jedes Jahr mit schnellen Zeiten aufhorchen lässt. Ein Sieg, genauso wie in Britzingen, ein Jugendtraum, den ich mir in diesem Jahr erfüllen wollte. Das Wetter passte, meine mentale und physische Form auch, also Vollgas! Ich wollte eine erste schnelle Zeit laufen und sorgte von Anfang an für ein hohes Tempo. Ich legte ein paar Meter zwischen mich und die Verfolger. KM 6-7 schloss dann Benedikt Hoffmann auf ohne, dass ich das Gefühl hatte merklich langsamer zu werden. Mental war das die schwierigste Situation im Rennen. Aber ich biss mich an seinen Fersen fest und spürte, dass ich das Tempo, mit dem er auf mich aufgelaufen war, gut mitgehen konnte. 500m vor dem Ziel spielte ich meine Mittelstreckenvergangenheit aus. Ein langgezogener Endspurt brachte mir den nächsten Sieg mit einer für mich sehr zufrieden stellenden Zeit in 31:31min.

Seit Teningen dominiert nun das Training meinen Läuferalltag und die ganze Konzentration liegt auf dem ersten großen Ziel in dieser Saison. Der Titelverteidigung des Freiburg Marathons. Viele lange Läufe, lange extensive Intervalle, schöne Skilanglaufeinheiten  und wenn das Wetter mitspielt bestimmt auch bald wieder die ersten Touren auf dem Rad... Wer denkt, dass das Training eines Läufers einseitig und monoton sei, der hat sich mächtig geirrt. Abwechslung im Trainingsplan ist wohl eines der Erfolgsrezepte... Jede Einheit ist anders, jede Einheit hält etwas Neues für mich bereit. So lässt sich selbst der schlimmste Winter mit viel Freude und Motivation bewältigen :)  

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