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Über mich

Steckbrief

Name: Lukas Naegele
Geburtsdatum: 06. März 1989
Familienstand: ledig
Größe: 1,89m
Gewicht: 74kg
Beruf:

Sportwissenschaftler, Trainer und Leistungsdiagnostiker bei STAPS 

Verein: PTSV Jahn Freiburg, ASICS Frontrunner
Trainer: Eigenregie
Hobbies neben dem Laufen:        

Jegliche Form von Ausdauer- und Outdoorsportarten: Rennradfahren, Mountainbiken, Ski nordisch, Ski alpin, Trekken, Bergsteigen, Klettern.

Und wenn es mal weniger sportlich zugeht, dann koche ich sehr gerne, treffe Freunde, gehe ins Kino oder plane eine Tour für eine weitere große Leidenschaft von mir: Reisen. 

Biografie

Ich war wohl ein wenig anders als andere Kinder, damals mit gerade einmal 5 Jahren. Es machte mir Spaß zu wandern! 1994 nahm mich mein Vater zum ersten Mal mit in die hohen Berge, in die unendliche Schönheit der Alpen. Wahrscheinlich war mir zu jener Zeit noch nicht wirklich bewusst, was für eine Leidenschaft sich aus unserer kleinen Bergtour ergeben würde, aber ich hatte Spaß an der Natur und an dem fast mediativen Bewegungsablauf über Stunden hinweg einen Schritt vor den anderen zu setzten. Ich fand es toll ein Ziel zu fokussieren und es aus eigener Energie zu schaffen. Den inneren Schweinehund besiegen, das "sich-quälen-können", einen eisernen Willen haben: All die wichtigen Eigenschaften, die man als Ausdauersportler braucht, verinnerlichte ich schon in sehr frühen Jahren. Auch wenn es damals vielleicht die Aussicht auf  ein leckeres Hütten-Essen war, das mich in schwierigen Phasen motivierte weiter zu gehen, so meine ich mich doch ziemlich sicher daran erinnern zu können, dass es vor allem das wahnsinnige Glücksgefühl nach Beendigung einer Tour war, nachdem ich immer wieder strebte und wohl bis heute strebe. Es sind die Momente absoluter Glückseeligkeit, in denen man einfach nur froh ist zu existieren und diesen Moment erleben zu dürfen. Für mich kann man dieses intensive Gefühl der Glückseeligkeit und der damit verbundenen Freiheit in keiner anderen Region so gut erleben wie in den Bergen; egal ob im heimischen Schwarzwald, der so etwas wie mein zweites Wohnzimmer ist, oder auf den Gipfeln der Alpen oder beim Trekken im Himalaya...

Dass mein wettkampfsportlicher Weg zunächst über die Stationen Fußball und Tennis führte, ist wohl der allgemeinen Begeisterung für diese Sportarten geschuldet. Als Junge musste man eben Fußball spielen und der Tennis-Boom um Steffi Graf und Boris Becker zu jener Zeit riss auch mich mit. Erst mit 13 entdeckte ich zum ersten Mal meine Begeisterung fürs Laufen. Über die Schule rannte ich einen 5km Wettkampf mit und auf einmal nahm ich Parallelen zu den Touren, die ich Jahr für Jahr mit meinem Vater in die Alpen gemacht hatte, wahr. Inzwischen hatte ich dort schon meine ersten 4000er bestiegen und jene Freude über die erbrachte Leistung verspürte ich auch nach meinem Volkslauf über die 5km. Der Ehrgeiz war geweckt. Ich schloss mich der Laufgruppe meines Heimatvereins, dem PTSV-Jahn-Freiburg, an und begab mich in Hände des extrem erfolgreichen Meistertrainers Rolf Luxemburger.

Mit 15 erfolgte dann der komplette Wechsel: Weg vom Fußball, raus aus der Tennismannschaft und der ganze Fokus aufs Laufen, auf Leistungssportniveau. Die Erfolge kamen rasch! Auf einmal gings zu Wettkämpfen nicht mehr bloß in die nahe gelegenen Ortschaften, sondern zu Deutschen Meisterschaften einmal quer duchs ganze Land. In jener Zeit, männliche Jugend B und A, konnte ich viele Baden-Württembergische-, Badische- und Süddeutsche Titel und Medaillen sammeln.

Nach einer verletzungsreichen A-Jugend folgte mit 20 der Umzug nach Köln und damit ein Neuanfang. Ich begann ein Studium an der Deutschen Sporthochschule mit dem Schwerpunkt Sport und Leistung. Sportlich fand ich in der Trainingsgruppe rund um Bundestrainer Henning von Papen mein neues Zuhause. Während mich in der Jugend eher die längern Distanzen interessierten, oreintierte ich mich in Köln etwas um. Die starke Mittelstreckengruppe vom ASV Köln veranlasste mich dazu mein Training auf die unteren Distanzen auszurichten. Es machte unglaublichen Spaß und war eine große Herausforderung, die sich auszahlte. Zweimal konnte ich unter die besten 8 bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften über 1500m laufen, wurde Westdeutscher Meister auf dieser Distanz und durfte mein erstes Finale bei "Deutschen" bei den Aktiven erleben. 

Doch auf Phasen des Erfolgs folgen meistens auch wieder Phasen der Ernüchterung und der Niederlagen. Mein Studium beendete ich 2013 und das letzte Jahr in Köln konnte ich sportlich nicht mehr an das anknüpfen, was ich die ersten Jahre dort auf die Bahn brachte. Woran das lag? Sicherlich gab es einige ersichtliche Gründe, wie Krankheiten oder die ein oder andere Verletzung. Der eigentliche Grund aber war ein anderer. Dieser mentale Wille ist mir verloren gegangen. Das, was ich schon als kleiner Junge in den Alpen mit meinem Papa gelernt hatte, war nicht mehr da. Und warum? Weil mir das Training keine Freude mehr machte. Die immer gleichen Trainigsstrecken durch den Stadtwald ohne Abwechslung, ohne Berge endeten in einem Training, bei dem es nur noch um Paces, Splits und Leistungsparamter ging. Die eigentliche Leidenschaft, Laufen wegen des Laufens wegens, war verloren gegangen. 

Mit dem Umzug zurück nach Freiburg im Herbst 2013 änderte sich das! Ohne gänzlichen Druck, ohne Uhr, ohne Musik entdeckte ich das Laufen neu und wusste auf einmal was ich vermisst hatte und worauf es mir persönlich eigentlich ankommt. Laufen ist mehr als das Einhalten von Zwischenzeiten und hinter iregndwelchen Durschnittsgeschwindigkeiten her rennen. Laufen ist Leidenschaft, Laufen ist Glück, Laufen ist Freiheit, Laufen ist "abschalten-können"... Und nirgendwo geht das besser als draußen in der Natur, auf schmalen Trails, in den Bergen. Hier ist das Laufgefühl am intensivsten und dann ist er wieder da: dieser Kampf mit sich selbst im Einklang mit der Natur, dem Trail oder dem Berg! Das wieder gewonnen Laufgefühl ließ neue Projekte in mir aufkommen: Ich wollte und konnte mich wieder pushen hin auf ein bestimmtes Ziel! Es entwickelte sich wieder Ehrgeiz, entsprungen aus der reinen Lust am Laufen!

Ein Traum begann sich in mir hervorzuheben. Keine 1500m, keine 5000m, keine 10km, nein: Marathon! Die Königsdistanz. Vom Mittelstreckenläufer zum Marathonläufer innerhalb eines halben Jahres, so lautete die Challenge. Und wo könnte dieses Projekt eine bessere Bühne bekommen als in meiner Heimatstadt Freiburg. So verrückt dieses Vorhaben für die meisten, mich inbegriffen, klang, so unabhängiger wollte ich in meiner Trainingsplanung sein. Also schrieb ich mir selbst meine Pläne und testete das, was ich im Studium über Trainingslehre und -planung theoretisch gelernt hatte an mir selbst. Die Einheiten machten wahnsinnig viel Spaß und die durchlebte Vorbereitungsphase war trotz all den Qualen und hartem Training voller Freude und Energie. Dass ich es schlussendlich geschafft habe und mir meinen Traum mit dem Sieg beim Freiburg Marathon verwirklichen konnte, macht mich sehr stolz und vor allen Dingen um eine unglaubliche Erfahrung reicher. Ein weiterer "Berg" war bestiegen und mit dem Erfolg kam wieder dieses Gefühl der Glückseeligkeit, das das selbe war, wie jenes, das ich es als kleiner Junge auf den Bergen der Alpen erlebt hatte. Dieses Gefühl zu beschreiben, ist eigentlich unmöglich, man muss es leben und erleben. Lebe um zu laufen! Deswegen liebe ich Ausdauersport, die Berge und vor allen Dingen das Laufen!